Liebe Zuschauer DELUXE,
"Wer geduldig am Fluss wartet, wird die Leichen seiner Feinde vorbeitreiben sehen." Sowas sagen und denken angeblich Chinesen. Ist ein Sprichwort. Zur Zeit ist da ein ziemliches Gedrängel am Ufer. Da sitzt Michael Ballack, der wartet auf Herrn Boateng. Mr. Obama wartet auf ein paar BP-Manager, Bill Gates auf Steve Jobs, Frau Merkel auf Herrn Koch. Eben trieben Roman Polanski und Jörg Kachelmann vorbei. Lufthansa-Chef Mayrhuber ist mit Klappstuhl da, sieht die Asche vorbeiziehen und lernt Eyjafjallajökull buchstabieren. Dazwischen habe ich viele Griechen treiben gesehen. Tiger Woods ist auch schon weiter unten. "Ein Weg entsteht wenn man ihn geht", diesen chinesischen Glückskekssatz rufe ich Jogi Löw zu, der muss ja jetzt ganz tapfer sein. "Über Vergangenes mache dir keine Sorge. Dem Kommenden wende dich zu." Hallo Herr Calmund: "Weise Männer ernähren sich von Luft, Morgentau und Tofu."
In diesen Tagen schauen wir oft nach China, zu oft. "Der kürzeste Weg zwischen zwei Menschen ist ein Lächeln". Ich denke, das ist Verhütung auf chinesisch. Ist dort auch angebracht, nur hier hat das glatt zur niedrigsten Geburtenrate seit Jahren geführt. Ja, die Chinesen. Ihnen verdanken wir nummerierte Speisekarten, das Schießpulver und Rolex Uhren für kleines Geld. In entlegenen Provinzen basteln sie an Designmöbeln und klopfen Handys zusammen. Apropos Handys, eine neue Studie zeigt: Handystrahlung ist ungefährlich für das Hirn. Stimmt! Den wirklichen Schaden richten die nervigen Klingeltöne an. Ich halte es jetzt mit diesem schönen Satz: "Wenn das, was Du sagen möchtest, nicht schöner ist als die Stille, dann schweige!" ... oder spiele Musik.
Schöne Pfingsten!
Herzlichst,
Ihr
Markus Langemann
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